Olivenernte in der Toskana - vom Baum auf den Tisch: das grüne Gold

November: es wird frischer, der Herbst kündigt sich an und beginnt die Bäume leicht zu verfärben, die Weinernte ist abgeschlossen und an einigen Bäumen sieht man das orangerot der dicken Khakifrüchte, dann beginnt die Olivenernte in der Toskana!



Wissen Sie, wo eines der besten Olivenöle produziert werden? In der Toskana natürlich!

Die Qualität der Oliven und somit der Geschmack des Öls, variiert jedoch ein wenig von Ort zu Ort ; z.B. schmecken wir in unserer Region einen feinen Unterschied zwischen den Oliven von Calci bei Pisa, der Gegend um Lucca, Volterra und den Oliven von der etruskischen Küste bei Bolgheri, Bibbona und Castagneto Carducci.

In den Olivenhainen wurden bereits vor Wochen die Netze ausgelegt und die Olivenernte kann beginnen. Normalerweise ist die ganze Familie mit dabei, vom Größten bis zum Kleinsten; manchmal kommen Freunde oder Verwandte, um zu helfen. Da die meisten Olivenhaine privat sind, wird diese  Arbeit  am Wochenende erledigt. Olivenernte macht richtig Spaß!



Die Oliven werden meistens per Hand mit einem Rastrello (eine Art großem Kamm) oder in manchen Fällen mit einer Rüttelmaschine gepflückt, in Kästen  gelegt, um in weniger als 24 Std in die  Mühle gebracht zu werden, weil  sobald eine Olive beschädigt – also geöffnet – ist, ein Oxidationsprozess beginnt, der die Qualität des Öls massiv beeinträchtigt.



Die „Frangitura“ (wenn Oliven gepresst werden) ist auch ein Erlebnis!

Die Kisten werden gewogen, die Oliven werden in einem Wasserbad gewaschen und in einem Schneidwerk werden die Oliven zusammen mit dem Kern zerkleinert, vermischt und gerührt, bis sich die feinen Öltröpfchen zusammenschliessen und sich von der restlichen Masse abscheiden.
Mit einer Zentrifuge (Decanter) wird diese Flüssigkeit anschliessend von der festen Masse getrennt. Das Öl kann, je nach Reifegrad und Olivensorte, von giftgrün bis goldgelb varieren.

...ein herrlicher einmaliger Duft verbreitet sich in der Olivenmühle!

Das grüne Gold wird in grosse Kanister gefüllt und von den Besitzern, die während des ganzen Prozesses ihre Oliven nicht eine Sekunde aus den Augen gelassen haben, mit Stolz nach Hause gefahren und verkostet.





Bereits im Sommer, während unsere Feriengäste ihren Urlaub in der Toskana geniessen, erkennt man die kleinen Blüten an den Olivenbäumen, aus denen diese phantastische Frucht entsteht. Olivenhaine schmücken das Bild der Toskana und von den meisten unserer Feriendomizile (sei es eine luxuriöse Villa mit Privatpool, ein authentisches Ferienhaus- oder Wohnung oder ein reizvolles B&B – Boutique Hotel) genießt man einen Ausblick auf Olivenbäume,  sowie Zypressen und Weinberge.

Olivenöl, das “grüne Gold”: für 1 Liter Olivenöl braucht man ca. 10 kg Oliven! Und hier einige Tipps wie man das toskanische Olivenöl am besten probiert:

Als Bruschetta! Sobald die Brotscheiben auf beiden Seiten leicht angebräunt sind, werden sie grosszügig mit frisch gepresstem Olivenöl beträufelt.
Diese beiden Zutaten – Brot und bestes Olio Extravergine di Oliva – bilden zusammen eine perfekte Verbindung.

Oder einfach etwas Olivenöl auf das Brot, Pasta oder Suppe geben. «Das ist gesund» sagt der Italiener!



Olivenöl schützt bewiesenermassen die Gesundheit. Forscher entdecken im Öl der mediterranen Frucht immer mehr Substanzen mit teilweise überwältigenden Wirkungen, zum Beispiel verhilft es zu gesundem Haar, stärkt das Immunsystem, hilft den Blutdruck zu senken, den Cholesterinspiegel zu kontrollieren und ist ein natürlicher Feuchtigkeitsspender für die Haut.

P.s: Um in der Toskana glücklich zu sein, braucht es eben nicht viel – Weißbrot, Olivenöl und Wein.

Buon appettito!